Ärztlich geleitete Zertifikatsausbildung:

Fachtherapeut / Fachtherapeutin für Kognitives Trainining - mit Zertifikat


Die Inhalte der Heilmittelrichtlinien bezüglich Kognitives Training / Hirnleistungstraining / werden abgedeckt


Fortbildungspunkte: 70*

Grundlage aller
Aus-, Fort- und Weiterbildungen unter ärztlicher Leitung an der Akademie für Kognitives Training nach Dr. med. Franziska Stengel® sind die „Fünf Säulen des Kognitiven Trainings“:
1.      Sozial-kommunikatives Kognitives Training nach Dr. med. Franziska Stengel®
2.      Kognitive Strategien und Mnemotechniken
3.      Äußere Gedächtnishilfen
4.      Verhaltenstraining (psychisch und auf Handlungsebene) des Patienten
5.      Angehörigenberatung und -anleitung

Daneben wird großer Wert auf die Vermittlung medizinischer, neuroanatomischer und -physiologischer sowie neuropsychologischer Grundlagen und Zusammenhänge gelegt. Für die Praxis wichtige Kenntnisse in Befundung, Diagnostik, Therapieverlaufskontrolle und -dokumentation werden vermittelt. Auch das praktische Einüben der Erstellung von Therapieplänen und der praktischen Durchführung der Übungen stellt einen Schwerpunkt der Ausbildung dar.

Kognitives Training von Dr. med. Franziska Stengel® ist eine ganzheitliche, wissenschaftlich evaluierte Methode zum sozial-kommunikativen und gesundheitsorientierten Training kognitiver Funktionen wie Konzentration, Wahrnehmung, der Informationsverarbeitung, des Denkens, der Sprache und aller Gedächtnisfunktionen.

Hirnleistungstraining nach der Stengel-Methode® erfüllt alle wissenschaftlichen Anforderungen und therapeutischen Standards für ein solches Training (Ladner-Merz, S., Konzelmann, A., Dantz, S., 2002). Es ist das einzige mehrfach fremdevaluierte therapeutische Verfahren in diesem Bereich und bewies erst kürzlich in mehreren klinischen Studien seine Wirksamkeit (ApKog-Studie, SuKog-Studie, CoTraP-Studie). Für Therapeuten und therapeutisch tätige Pflegekräfte, die Hirnleistungstraining und Kognitives Training in Klinik und Praxis durchführen, gehört diese Therapiemethode daher zum therapeutischen Standard.
Sprache funktioniert nur im Verbund mit anderen kognitiven Funktionen. Die moderne Logopädie und Sprachtherapie beschäftigt sich daher auch mit der Förderung solcher am Sprachprozess beteiligten Funktionen wie Aufmerksamkeit, exekutive Funktionen und Gedächtnisfunktionen. Da die Stengel-Methode kürzlich in klinischen Studien mit Kontrollgruppe und mit beachtlichen Patientenzahlen nachgewiesenermaßen sprachliche Funktionen besserte (ApKog-, SuKog-Studie), gehört die kognitiv-orientierte Sprachtherapie (KOS) nach Stengel zusammen mit dem Kognitiven Training künftig zu den bevorzugt eingesetzten Therapieverfahren in diesem Bereich.
Das Kognitive Training nach Dr. med. Franziska Stengel
® wird seit Jahren im gesamten deutschen Sprachraum mit großem Erfolg durchgeführt und von namhaften Ärzten (z.B. Füsgen, 1992) und Psychologen (z.B. Kruse und Lehr, 1997) empfohlen.

Es wird zur Prophylaxe von Hirnleistungsstörungen ebenso eingesetzt wie zur Therapie und Rehabilitation von Hirnleistungsstörungen (siehe Heilmittelrichtlinien). Außerdem kann diese Form des Kognitiven Trainings auch im Rahmen einer psychisch-funktionellen und einer sensomotorisch-perzeptiven Behandlung angewandt werden. In der Form der kognitiv-orientierten Sprachtherapie hat es sich ebenso bewährt wie als therapeutisches Mittel zur Sprachförderung (s. o.).
Neue Forschungsergebnisse zeigen überdies, dass Kognitives Training nach der Stengel-Methode bei körperlichen Erkrankungen wie beispielsweise des Bewegungsapparates schmerzhemmend und befindlichkeitsbessernd und antidepressiv wirkt und den körperlichen und psychischen Gesundheitszustand positiv beeinflusst.
Studien zeigen außerdem, dass es
bei den verschiedensten Krankheitsbildern während einer körperbetonten Rehabilitation (Bewegungsübungen und Entspannungsübungen) ohne geistiges Training zur Entwicklung neuer kognitiver Defizite kommen kann (!!) (ApKog-Studie, SuKog-Studie). Von daher gehört ein Kognitives Training zu jeder modernen Rehabilitation wie beispielsweise bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, in der Onkologie, ja sogar in der Orthopädie. Hier wird es dann zur Prophylaxe eingesetzt.

Der spezielle pädagogische Ansatz mit der zielgerichteten Methodik der Übungsauswahl, die je nach Trainingsziel gestaltet wird, ermöglicht ein individuell an die Bedürfnisse der Patienten angepasstes
Training aller Hirnfunktionen.
Das Training wird durchgeführt:
  • Mit allgemein geistig aktivierender Zielsetzung oder entsprechend dem Therapiekonzept des symptomorientierten Kognitiven Trainings bzw. des umgekehrt symptomorientierten, ressourcenorientierten Kognitiven Trainings in Therapie, Rehabilitation und Pflege,
  • mit prophylaktischer Zielsetzung in der Erwachsenenbildung und der offenen Altenhilfe, aber auch in Therapie und Pflege.

"FachtherapeutIn für Kognitives Training
(AKA-KT)" ist ein geschützter Titel und wird ausschließlich von der Akademie für Kognitives Training nach Dr. med. Franziska Stengel vergeben.


Zielgruppen:           

TherapeutInnen wie z.B.
  • ErgotherapeutInnen  
  • LogopädInnen
  • SprachtherapeutInnen
  • HeilpädagogInnen
  • SprachheilpädagogInnen
  • GesundheitspädagogInnen
  • GeragogInnen 
  • SozialpädagogInnen
  • AktivierungstherapeutInnen
  • Alten- / GesundheitstherapeutInnen 
  • PhysiotherapeutInnen
  • Medizinische Fachwirte
  • Psychologische Berater u.a.
Pflegekräfte mit therapeutischer Zielsetzung
(Neuro-)Psychologen/-innen
Ärzte/-innen

 
Inhalte:
 
Modul 1: (Dauer 4 Tage)

Medizinische, (neuro-)psychologische und pädagogische Grundlagen:
  • Aktueller Stand der Forschung zum Thema Kognitives Training / Hirnleistungstraining / Gedächtnis-/ Gehirntraining und Kognitiv-orientierte Sprachtherapie
  • Neuroanatomie, Neurophysiologie und Neuropsychologie
  • Anatomische und physiologische Korrelate kognitiver Funktionen und der Gedächtnisbildung
  • Lernen und Gedächtnis im Lebensverlauf
  • Krankheitsbedingte Hirnleistungsstörungen, Krankheit und Gedächtnis

Sozial-kommunikatives Kognitives Training von Dr. med. Franziska Stengel® zur Prophylaxe, Therapie und Rehabilitation von Hirnleistungsstörungen:
  • Pädagogik, Methodik der Übungsauswahl und Praxis
  • Kognitives Training / Hirnleistungstraining als Einzel- und Gruppentherapie/-training mit Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen zur Prophylaxe und Therapie von Hirnleistungsstörungen in allen Anwendungsbereichen (Therapie, Pflege, Bildung)
  • Kognitives Training mit allgemein geistig aktivierender Zielsetzung (Gruppen- oder Einzeltraining) zur Prophylaxe und Therapie
  • Das therapeutische Konzept des symptomorientierten Kognitiven Trainings / Hirnleistungstrainings z.B. nach Schlaganfall, Hirnverletzungen.
  • Gesprächsbetontes Kognitives Training / Gedächtnistraining bei Demenz (Kleingruppen- und Einzeltraining)
  • Ressourcenorientiertes, gesprächsbetontes KT, kognitive Stimulation und Aktivierung (umgekehrt symptomorientiertes Training) bei Demenz mit Realitätsorientierungstraining als Einzeltherapie
  • Biographisches Arbeiten mit der Stengel-Methode®, Erinnerungsarbeit und Reminiszenztherapie
  • Grundlagen des Kognitiven Trainings bei neurologischen (z. B. M. Parkinson, MS, Schlaganfall, Demenz usw.) und psychischen Erkrankungen (Depressionen, Psychosen, Suchterkrankungen), in der Psychosomatik und in Therapie und Rehabilitation anderer Bereiche z.B. in der Onkologie
  • Grundlagen des Kognitiven Trainings in therapeutischen Praxen (z. B. Ergotherapie, Logopädie) - Kassen- und Selbstzahlerleistung
  • Grundlagen des Kognitiven Trainings in Betreuungs- und Pflegeeinrichtungen
  • Praktische Erstellung von Therapieeinheiten für die Einzeltherapie und das Gruppentraining anhand von Fallbeispielen

Modul 2: (Dauer 4 Tage)
Das Therapie- und Rehabilitationskonzept der „Fünf Säulen des Kognitiven Trainings"
  • Sozial-kommuniaktives Kognitives Training nach Stengel - Gesamtübersicht
  • Kognitive Strategien und Mnemotechniken
  • Äußere Gedächtnishilfen
  • Lebensraumanalyse und Verhaltenstraining (psychisch und auf Handlungsebene) des Patienten
  • Angehörigenberatung und -anleitung
  • Zielgerichteter Einsatz der „Fünf Säulen des Kognitiven Trainings“ in der Therapie
  • Möglichkeiten der kognitiven Rehabilitation bei unterschiedlichen kognitiven Störungen, Hirnleistungsstörungen, Gedächtnisstörungen z.B. in Neurologie, Psychiatrie, Psychosomatik und der Onkologie

Kognitives Training von Dr. med. Franziska Stengel
® zur Prophylaxe, Therapie und Rehabilitation von Hirnleistungsstörungen:
  • Kognitives Training und Gedächtnistraining mit allen Sinnen
  • Kognitives Training in der sensomotorisch-perzeptiven Behandlung

Sozial-kommunikatives Kognitives Training nach Stengel in der psychisch-funktionellen Behandlung
  • Behandlungsziele und deren Abdeckung mit Hilfe der Stengel-Methode®

Kognitiv-orientierte Sprachtherapie (siehe auch Modul 3 zum Fachtherapeut für Kognitiv-orientierte Sprachtherapie)
  • Kognitiv-orientierte Sprachtherapie z.B. bei Aphasie und (kognitiver) Dysphasie
  • Kognitives Training von Dr. med. Franziska Stengel als therapeutisches Mittel zur Sprachförderung bei Kindern und Jugendlichen

Spielerisches Kognitives Training mit Kindern und Jugendlichen, Lernsituationsanalyse (siehe auch Modul 3 Fachtherapeut für KT im Kindes- und Jugendalter)
  • Spielerisches Denk-/Konzentrations-/Gedächtnistraining mit Kindern und Jugendlichen
  • Lernsituationsanalyse als diagnostisches und therapeutisches Mittel bei Schul- und Lernproblemen
  • Lerntraining und Lerntherapie

Kognitives Training bei körperlichen Erkrankungen
  • Kognitives Training von Dr. med. Franziska Stengel als Mittel zur Schmerzlinderung, Befindlichkeitsbesserung und Besserung des Gesundheitszustands bei körperlichen Erkrankungen

Therapieverlaufsdokumentation und -kontrolle, Befunddokumentation, Heilmittel-Richtlinien, Abrechnungsfragen
  • Möglichkeiten der Therapieverlaufskontrolle und -dokumentation
  • neuropsychologische Testverfahren zur Befundung und Therapieverlaufsdokumentation der fünf Kognitiven Domänen Konzentration/Wahrnehmung - Kognitives-Leistungstempo - Denken/Exekutive Funktionen - Sprache - Gedächtnisfunktionen
  • Kognitives Training / Hirnleistungstraining als Krankenkassenleistung im Rahmen der Heilmittel-Richtlinien: Indikation, Verschreibungsfrequenz, Beurteilung des Therapieverlaufs, Befunddokumentation
  • Kognitives Training als Selbstzahlerleistung (Prävention, Therapie) mit rechtlichen Aspekten
  • Kognitives Training als IGEL-Leistung
 
Praxis
  • Praktisches Einüben der Therapieeinheitenerstellung und der Übungsdurchführung mit Supervision

Vorstellung klinischer Studien zum Kognitiven Training
mit Diskussion

Zertifikatserteilung


Dauer der Ausbildung:      
Modul 1: 4 Tage (34 Seminareinheiten)
Modul 2 mit Zertifikat: 4 Tage (36 Seminareinheiten)

Neu! Neu! Neu! Neu! Neu! Neu! Neu! Neu!
Fakultativ im Anschluss an Modul 2 zur Vertiefung:
Praxis Testen - Gewusst, wie! (5 Seminareinheiten)
(Inhalte: Praktisches Einüben vor Ort:
Das Befund- und Diagnosekonzept der neuropsychologischen Testung der fünf Kognitiven Domänen
mit Hilfe normierter neuropsychologischer Verfahren, Testpsychologische Grundlagen,
Praxis „selbst testen“)

 

Bildungsurlaub:
Kann in einigen Bundesländern beantragt werden


Fördermöglichkeiten:
z.B.
  • Bildungsprämie (www.bildungspraemie.info) - Das Bundesprogramm Bildungsprämie wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Europäischen Sozialfonds gefördert  
  • Bildungsscheck (www.bildungsscheck.nrw.de, www.mass.brandenburg.de)
  • Qualischeck (www.qualischeck.rlp.de)
  • Qualifizierungs-Scheck (www.wb-hessen.de)
  • Unterstützt durch das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg aus den Mitteln des Europäischen Sozialfonds
 
 
Schwerpunkte der Aus- und Weiterbildung:     
  • Kognitives Training in Einzel- oder Gruppentherapie mit Erwachsenen/Kindern/Jugendlichen
  • Kognitives Training /Hirnleistungstraining zur Prophylaxe von Hirnleistungsstörungen
  • Kognitives Training / Hirnleistungstraining zur Therapie und Rehabilitation von Hirnleistungsstörungen
  • Zielgerichteter Einsatz des Kognitiven Trainings von Stengel mit allgemein geistig aktivierendem Ansatz bzw. entsprechend dem Therapiekonzept des symptomorientierten Kognitiven Trainings (z.B. nach Schlaganfall oder Hirnverletzungen)
  • Ressourcenorientiertes gesprächsbetontes KT, kognitive Stimulation und Aktivierung ("umgekehrt symptomorientiertes Training") bei Demenz einschließlich Reminiszenztherapie und Erinnerungsarbeit
  • Kognitives Training bei psychischen Erkrankungen
  • Zielgerichteter Einsatz der „Fünf Säulen des Kognitiven Trainings“ in der Therapie und Rehabilitation
  • Kognitives Training nach Dr. med. Franziska Stengel zur Schmerzlinderung, Befindlichkeitsbesserung und Besserung des Gesundheitszustands bei körperlichen Erkrankungen
 

Fortbildungspunkte*:     
Die ärztlich geleitete Fortbildung zum/zur FachtherapeutIn für Kognitives Training erfüllt alle Bedingungen für die Vergabe von Fortbildungspunkten an TherapeutInnen bezüglich der Ausbildungsinhalte (evaluiertes Therapieverfahren), der Qualifikation der Dozenten (ärztliches Dozententeam), der vorliegenden Publikationen der Dozenten, des in Büchern vorliegenden Therapiematerials und des Bezugs der vermittelten Inhalte auf die gültigen Heilmittel-Richtlinien .

In Modul 1 werden 34 Fortbildungspunkte vergeben
In Modul 2 werden 36 Fortbildungspunkte vergeben

Für die gesamte Fortbildungsmaßnahme zum / zur FachtherapeutIn für Kognitives Training werden 70 Fortbildungspunkte vergeben
(*für Therapeuten)
 

Dozententeam:
Dr. med. A. Konzelmann, Fachärztin für Allgemeinmedizin
Dr. med. S. Ladner-Merz, Fachärztin für Allgemeinmedizin
Sibylle Dantz, Fachärztin für Allgemeinmedizin


Ärztliche Leitung: Dr. med. Sabine Ladner-Merz, Fachärztin für Allgemeinmedizin und Ärztliche Leiterin der Akademie
 
Kursgebühren:
Modul 1: Eur 695,-
Bücher, Skript: Eur 175,-
 
Modul 2 (max. 12 TN): Eur 695,-
Skript, Buch, Material, Supervision: Eur 100,-

Fakultativer Zusatz(halb)tag „Praxis Testen“ nach Modul 2: Eur 125,-

 

Termine für Modul 1 (Seminarort Stuttgart, wenn nicht anders vermerkt) zur Auswahl:

06. - 09.11.2017
27. - 30.11.2017
29. 01. - 01.02.2018
(Sondertermin in HAMBURG)
05. - 08.03.2018
09. - 12.04.2018
04. - 07.06.2018
02. - 05.07.2018
03. - 06.09.2018
05. - 08.11.2018
26. - 29.11.2018



- weitere Termine auf Anfrage -

  
Termine für Modul 2 (Seminarort Stuttgart, wenn nicht anders vermerkt) zur Auswahl:
- Modul 2 muss innerhalb eines Jahres nach Modul 1 absolviert werden -

13. - 16.11.2017 (belegt)
04. - 07.12.2017
05. - 08.02.2018
12. - 15.03.2018
16. - 19.04.2018
(Sondertermin in BERLIN)
11. - 14.06.2018
09. - 12.07.2018
10. - 13.09.2018
(Sondertermin in HAMBURG)
12. - 15.11.2018
03. - 06.12.2018



-weitere Termine auf Anfrage -


Zertifizierte Fachtherapeuten für Kognitives Training können zusätzlich durch ein weiteres Modul das Zertifikat für den Fachtherapeut für Kognitives Training im Kindes- und Jugendalter (siehe T2) erwerben.

Außerdem ist die Spezialisierung zum
Fachtherapeut für kognitiv-orientierte Sprachtherapie (siehe TS) (mit Zertifikat) durch Belegung eines weiteren Moduls möglich.


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